Veranstaltungsbericht

Fußverkehrs-Check 2026


Braunlage ist eine von zehn Kommunen in Niedersachsen, die eine komplette Landesförderung für einen „Fußverkehrs-Check“ bekommen. Noch in diesem Jahr sollen dort die Wege von Bürgerinnen und Bürgern und Expertinnen und Experten unter die Lupe genommen werden – dabei geht es unter anderem um Sicherheit und Barrierefreiheit.

Offizieller Auftakt am 4. Mai 2026 in Hannover: Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, hat dem Braunlager Bürgermeister Wolfgang Langer jetzt die Urkunde für den „Fußverkehrs-Check“ überreicht. 

Wunderling-Weilbier sagte: „Die Checks sind wichtige und konkrete Schritte für Kommunen zur Verkehrswende. Und es sind wichtige und konkrete Schritte für Bürgerinnen und Bürger.“ Das Land habe sich deshalb auch entschieden, das Projekt zu verstetigen: „Wir fördern das Projekt deshalb jetzt jedes Jahr.“

Braunlage ist eine von nur zehn Kommunen, die in diesem Jahr eine komplette Landesförderung für die Fußverkehrs-Checks bekommen. Für alle zehn Kommunen stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Die MOBILOTSIN, die Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), koordiniert die Aktion.

 LNVG-Geschäftsführer Christian Berndt ordnet ein: „Das Zu-Fuß gehen ist die verlässlichste Form des Nahverkehrs. Braunlage bekommt ein Komplettpaket. Das schnürt unsere Beratungseinheit, die MOBILOTSIN. Für die Kommunen ist der Aufwand für Planung und Durchführung also vergleichsweise gering – aber der mögliche Nutzen groß.“ Augenzwinkernd ergänzt der Geschäftsführer: „Am zu Fuß gehen verdient auch kein Mineralölkonzern.““

Bei der Veranstaltung im Verkehrsministerium gab es für die Kommunen, die dabei sind, jetzt Impulse für das Projekt. Bürgermeister Wolfgang Langer: „Wir fragen uns, welche Maßnahmen zur Verbesserung des Fußverkehrs im Stadtgebiet Braunlage möglich sind. 

Beispielsweise wollen wir im Rahmen des Fußverkehrs-Checks die Möglichkeit eines Kreisels an der Kreuzung Bahnhofstraße/ Am Buchholzplatz oder die Anwendbarkeit von Multifunktionsstreifen in der Herzog-Wilhelm-Straße überprüfen. Mithilfe der Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks sollen konkrete, zielgruppenspezifische Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Fußverkehrs im Stadtgebiet Braunlage entwickelt werden. Dazu zählen u.a. Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit“.

Einzelheiten würden jetzt mit der Beratungseinheit MOBILOTSIN und dem Planungsbüro IKS Mobilitätsplanung aus Kassel geklärt.

Voraussichtlich im Sommer diesen Jahres soll es dann in Braunlage konkret werden. Unter anderem soll es zwei Begehungen mit Bürgerinnen und Bürgern geben. Dabei werden Fragen wie „Wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen?“, „Wo fehlt Platz?“, „Wo könnten vielleicht Sitzbänke einen Fußweg attraktiver machen?“, „Wo gibt es weitere Probleme wie mangelnde Sichtbeziehungen zu Autofahrern?“, thematisiert. Auch Schulwege werden geprüft. 

Bürgermeister Wolfgang Langer: „Uns ist wichtig, die Einwohnerschaft breit zu beteiligen. Wir werden jetzt auch auf Vereine und Verbände zugehen – und alle rechtzeitig informieren, wie und wann sie sich beteiligen können.“